OgR Steiermark

Seit dem Jahr 2014 gibt es die Offensive gegen Rechts Steiermark. Wir verstehen uns als breites, antifaschistisches Bündnis und thematisieren rechte und reaktionäre Umtriebe in der Steiermark. Am 17.1.2015 organisieren wir eine antifaschistische Demonstration gegen den Akademikerball in Graz.

Weitere Informationen:

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Email: ogrsteiermark@riseup.net

Ort: Südtirolerplatz
Datum: Samstag 17 Januar, 17:00 Uhr

Wir wollen am 17. Jänner 2015 ein deutliches Zeichen setzen und mit bunt gekleideten Menschen, Musik und Tanz die Straßen von Graz beleben.

Jeder Rechtswalzer ist einer zu viel.

Kommt daher am 17. Jänner zur Demonstration und zeigt, dass Burschenschaften, Männerbündelei, Rassismus, Sexismus, Homophobie und Rechtsextremismus in Graz keinen Platz haben.

Weltoffen statt deutschnational! Sozial statt neoliberal! Demokratisch statt autoritär!

Tausende Menschen demonstrieren Jahr für Jahr in Wien gegen den sogenannten „Akademikerball“, der eines der wichtigsten europaweiten Vernetzungstreffen der extremen Rechten darstellt und zu allem Überfluss in den repräsentativen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg stattfindet. Deutschnationale Burschenschafter, FPÖ-Politiker und Neofaschisten aus ganz Europa geben sich bei diesem rechten Mummenschanz ein Stelldichein und stoßen bei Champagner und Kaviar auf ihr rassistisches, antisemitisches, sexistisches und neoliberales Weltbild an.

Von einer kritischen Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet findet ein ähnliches Ereignis im kleineren Rahmen alljährlich in den noblen Räumlichkeiten des Grazer Congresses statt. Hier lädt der burschenschaftliche Zusammenschluss Grazer Korporationsring gemeinsam mit dem Freiheitlichen Akademikerverband zum Grazer „Akademikerball“. Man gibt sich elitär, der Ball gelte seit jeher als gesellschaftlicher Treffpunkt von Bürgertum, Industrie und Studentenschaft heißt es in der Eigenwerbung.

Und genau hier wird es bitter: Ereignisse wie der Grazer „Akademikerball“ dienen dazu, Rassismus, Sexismus und ein menschenverachtendes Elitedenken salonfähig zu machen und als gesellschaftlichen Normalzustand zu legitimieren. Sie sind das Bindeglied zwischen den rechtsextremen Kreisen und den ökonomischen Eliten, die sich in ihrer Verachtung gegenüber Minderheiten, Andersdenkenden und sozial schwachen Menschen die Hand reichen.

Wir aber wollen uns damit nicht abfinden! Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen gleiche Rechte haben, am gesellschaftlichen Leben teilhaben und frei von Diskriminierung, Ausbeutung und Bevormundung leben können.

Burschenschaften, die sich selbst als vermeintliche Elite verstehen, stehen für das genaue Gegenteil einer befreiten Gesellschaft: Ihr reaktionäres, biologistisches und neoliberales Weltbild steht für die Benachteiligung von Frauen*, Migrant*innen, Arbeiter*innen, Erwerbslosen, Minderheiten und Homosexuellen. Damit wollen wir uns nicht abfinden und rufen alle Menschen auf, mit uns dagegen auf die Straße zu gehen.

Ebenso gehen wir an diesem Tag gegen die FPÖ auf die Straße. Burschenschafter sind der ideologische Kern der FPÖ, doch der blaue Wahlerfolg geht weit darüber hinaus. Während in Österreich und ganz Europa soziale Leistungen gekürzt werden, steigen die Lebenskosten der Menschen in allen Bereichen. Die Krise des Kapitalismus ist in aller Munde, rechte Parteien nutzen diese Stimmung und schüren Hass gegen Minderheiten oder Andersdenkende. Die antimuslimische Hetze der FPÖ bezeugt dies. Hier sind wir Antifaschist*innen gefordert: Wir müssen eine linke, soziale Antwort auf neoliberalen Gesellschaftsumbau und Krisen”lösung” geben, damit rechte Parteien wie die FPÖ nicht noch weiter erstarken.